Niederlande | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Niederlande

In den Niederlanden fördert die Regierung traditionell freie Medien im In- und Ausland. Starke Gesetze schützen die Pressefreiheit. Allerdings stellen populistische Parteien die Legitimität der traditionellen Medien infrage und fordern die Entlassung unbequemer Journalist*innen. Vor allem Medienschaffende mit Migrationshintergrund und Journalistinnen sind in den sozialen Medien Beschimpfungen und mitunter massiven Drohungen ausgesetzt. Wegen Morddrohungen krimineller Banden erhielten 2018 zwei Reporter rund um die Uhr Polizeischutz. Auf ein Gebäude mit den Redaktionen von zwei Zeitschriften, die oft über das organisierte Verbrechen berichten, wurde 2018 mit einer Panzerfaust geschossen. Wenige Tage später lenkte ein Unbekannter einen Lieferwagen in die Fassade einer Zeitungsredaktion.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 4 von 180
Gruppenbild von der Gründungsversammlung des Forums Information und Demokratie
Forum Information und Demokratie 13.11.2019

Antworten auf neue Herausforderungen finden

Elf zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt haben in Paris das Forum Information und Demokratie gegründet. Es soll Empfehlungen für Regulierung und Selbstregulierung erarbeiten, um das Recht auf Medienfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter wirksam durchzusetzen.

mehr
Initiative Information und Demokratie 27.09.2019

20 Staaten gründen Partnerschaft

Vertreterinnen und Vertreter von 20 Staaten haben am Rande der UN-Vollversammlung in New York eine Partnerschaft für Information und Demokratie ins Leben gerufen. Unter den Unterzeichnern war auch Bundesaußenminister Heiko Maas. Die Partnerschaft ist Teil der von Reporter ohne Grenzen angestoßenen Initiative Information und Demokratie.

mehr
Neue EU-Kommission 26.09.2019

Ungarischen Kandidaten ablehnen

Reporter ohne Grenzen fordert das Europäische Parlament auf, der Ernennung des ehemaligen ungarischen Justizministers László Trócsányi zum Kommissar für Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik nicht zuzustimmen und die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten kritisch auf ihre Einstellung zur Pressefreiheit zu prüfen.

mehr
Alle Meldungen