Länderportal

Niederlande

In den Niederlanden fördert die Regierung traditionell freie Medien im In- und Ausland. Starke Gesetze schützen die Pressefreiheit. Allerdings stellen populistische Parteien die Legitimität der traditionellen Medien infrage und fordern die Entlassung unbequemer Journalist*innen. Viele Medienschaffende sind in den sozialen Medien Beschimpfungen und mitunter massiven Drohungen ausgesetzt. Freiberuflerinnen und Journalistinnen mit Migratonshintergrund sind besonders betroffen. Den Behörden ist es unterdessen offenbar gelungen, ein Verbrechersyndikat zu zerschlagen, das Mordversuche an Journalisten unternommen hat. Einige Medienschaffende benötigen aber noch immer Polizeischutz. Ein geplantes Gesetz, nach dem niederländische Staatsbürger, die in ein von Terrorgruppen kontrolliertes Gebiet reisen wollen, eine Genehmigung des Justizministeriums einholen müssen, wird scharf kritisiert verurteilt; Gegner*innen fordern eine Ausnahmeklausel für Journalist*innen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 5 von 180
Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

mehr
Ein Journalist steht mit einer Kamera auf der Schulter vor einem geschlossenen Gerichtssaal
Gastbeitrag19.11.2020

SLAPP-Klagen in der EU erschweren

Als eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen wir den Fall der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia als eine der schwerwiegendsten SLAPPs der jüngeren Geschichte. Unter dem Begriff "SLAPP" werden Klagen zusammengefasst, die kritische Stimmen von Medienschaffenden und der Zivilgesellschaft verhindern sollen.

mehr
Smartphone, auf dem Whatsapp geöffnet ist
EU-Vorstoß zu Messengerdiensten17.11.2020

Verschlüsselung nicht in Frage stellen

Reporter ohne Grenzen und Netzwerk Recherche fordern die Regierungen der EU-Staaten auf, die Vertraulichkeit verschlüsselter Messengerdienste nicht in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags von Wien unternimmt der EU-Ministerrat derzeit einen neuen Vorstoß, um Sicherheitsbehörden den Zugriff auf verschlüsselte Chats zu ermöglichen.

mehr
Alle Meldungen