Niederlande | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Niederlande

In den Niederlanden fördert die Regierung traditionell freie Medien im In- und Ausland. Starke Gesetze schützen die Pressefreiheit. Allerdings stellen populistische Parteien die Legitimität der traditionellen Medien infrage und fordern die Entlassung unbequemer Journalist*innen. Vor allem Medienschaffende mit Migrationshintergrund und Journalistinnen sind in den sozialen Medien Beschimpfungen und mitunter massiven Drohungen ausgesetzt. Wegen Morddrohungen krimineller Banden erhielten 2018 zwei Reporter rund um die Uhr Polizeischutz. Auf ein Gebäude mit den Redaktionen von zwei Zeitschriften, die oft über das organisierte Verbrechen berichten, wurde 2018 mit einer Panzerfaust geschossen. Wenige Tage später lenkte ein Unbekannter einen Lieferwagen in die Fassade einer Zeitungsredaktion.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 4 von 180
Europawahl 2019 21.05.2019

Pressefreiheit entschiedener schützen

Reporter ohne Grenzen ruft dazu auf, die Pressefreiheit entschlossen zu verteidigen. Die Politikerinnen und Politiker, die künftig in den Institutionen in Straßburg und Brüssel sitzen, müssen die Rechte von Medienschaffenden stärker in den Fokus rücken und populistischen Tendenzen und dem Aufruf zu Hass gegen kritische Medien entgegentreten.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Themenbericht 30.11.2018

Journalisten im Visier organisierter Kriminalität

Kritische Berichterstattung über organisierte Kriminalität bringt Journalisten weltweit in Lebensgefahr. Seit Anfang 2017 wurden mehr als 30 Medienschaffende von Verbrecherorganisationen getötet. In einem ausführlichen Bericht hat Reporter ohne Grenzen die Bedrohungslage für Medienschaffende untersucht, die dem organisierten Verbrechen auf der Spur sind.

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