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Nigeria

Nigeria hat mehr als 100 unabhängige Zeitungen, doch über Politik, Terrorismus oder Machtmissbrauch können sie nur schwer berichten. Journalist*innen werden unter anderem von Regierungsbeamten oder der Polizei bedroht, manchmal gewaltsam angegriffen oder am Zugang zu Informationen gehindert. Die schwersten Übergriffe gehen oft von den mächtigen Regionalgouverneuren aus. 2018 ließ einer von ihnen die Gebäude eines Radiosenders zum Teil zerstören, der in mehreren Berichten seine Amtsführung kritisiert hatte. Die Polizei hielt tagelang einen Journalisten fest, um seine Quellen zu erfahren. Die Internetfreiheit wird durch ein Gesetz gegen Onlinekriminalität von 2015 eingeschränkt. Es dient häufig als Vorwand, um unliebsame Journalist*innen und Blogger*innen willkürlich zu verfolgen und zu verhaften.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 115 von 180
Nigeria23.06.2020

#FreeThemAll: Cletus Opukeme

Die nigerianischen Behörden müssen öffentlich Stellung zu der Fahndung nach dem Herausgeber der Nachrichtenseite Daily Watch, Cletus Opukeme, zu nehmen. Daily Watch hatte zuletzt wiederholt über staatliche Korruptionsfälle im Nigerdelta berichtet.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Pressefreiheit in der Corona-Krise01.04.2020

Afrikanische Staaten erhöhen Druck

Journalistinnen und Journalisten, die über die Ausbreitung des Corona-Virus in Afrika berichten, sind in mehreren Ländern der Region zur Zielscheibe von Zensur, Einschüchterung und körperlicher Gewalt geworden. Reporter ohne Grenzen ruft deshalb Afrikas Regierungen auf im Kampf gegen die Pandemie die Pressefreiheit zu garantieren.

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