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Palästinensische Gebiete

In den Palästinensischen Gebieten unterliegen Journalist*innen teils schweren Einschränkungen. Häufig schießt die israelische Armee auf Demonstrant*innen und verletzt dabei auch Journalist*innen; 2018 wurden zwei getötet. Auch bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind wiederholt Journalist*innen umgekommen. Im Westjordanland sind Verhaftungen, Verhöre und Administrativhaft durch Israel an der Tagesordnung. Immer wieder schließt Israel Medien unter dem Vorwurf der Anstachelung zur Gewalt. Auch die im Westjordanland regierende Fatah-Partei und die den Gazastreifen kontrollierende Hamas verhören, verhaften und verklagen Journalist*innen, die sie dem jeweils rivalisierenden politischen Lager zurechnen. Gelegentlich blockiert die Fatah-Regierung die Websites oppositioneller Medien. Facebook und Twitter haben verschiedentlich auf Druck Israels Inhalte oder Konten palästinensischer Journalist*innen und Medien gesperrt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 170 von 180
Stipendiatin im Porträt

"Ich möchte Teil der Friedensförderung sein"

Die palästinensische Journalistin Reham Owda lebt und arbeitet im Gazastreifen. Im Rahmen des Auszeit-Stipendiums von Reporter ohne Grenzen hat sie drei Monate in Berlin verbracht.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Die Journalistin Schirin Abu Akle ist auf einem Foto zu sehen, das in die Nähe von Kerzen gehalten wird.. © Hazem Bader / AFP
Palästinensische Gebiete / Israel15.06.2022

Tötung von Journalistin darf nicht straffrei bleiben

Etwas mehr als einen Monat liegt es zurück, dass die Al-Dschasira-Reporterin Schirin Abu Akle in Dschenin im Westjordanland erschossen wurde. Abu Akle war eine in Palästina und Israel bekannte und weithin geschätzte Fernsehjournalistin. Reporter ohne Grenzen fordert, dass die Tötung von Schirin Abu Akle nicht straffrei bleibt.

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Palästinensische Gebiete / Israel12.05.2022

Tod von Journalistin muss untersucht werden

Schirin Abu Akle, eine der bekanntesten Journalistinnen des Senders Al-Dschasira, ist in Dschenin im Westjordanland erschossen worden, als sie über eine Operation der israelischen Armee berichten wollte. Sie war durch eine „Presse“-Weste eindeutig als Journalistin zu erkennen. Reporter ohne Grenzen fordert eine unabhängige Untersuchung.

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Alle Meldungen
Länderbericht

Gefangen zwischen
drei Seiten

Der Länderbericht von 2014 untersucht, wie Journalist*innen in den Palästinensergebieten durch Druck Israels wie auch der Autonomiebehörde und der Hamas eingeschränkt werden.

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Untersuchungsbericht

Nachrichtenkontrolle als
militärisches Ziel

Nachrichtenblockaden, Angriffe und Drohungen gegen Journalist*innen kennzeichneten den Gaza-Konflikt im Dezember 2008 und Januar 2009.

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