Philippinen | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Philippinen

Auf den Philippinen besteht eine außerordentlich hohe Medienvielfalt, es gibt rund 600 Radiostationen und 500 Zeitungen. Die meisten Privatmedien sind im Besitz einflussreicher Familien und Unternehmer und vertreten deren Interessen. Die Boulevardpresse schreibt oft reißerisch, kann aber auch über heikle Themen wie Wahlbetrug oder Korruption berichten. Kritische Journalisten werden vom politischen Gegner oft mit Verleumdungsklagen attackiert, viele müssen mit Gewalt und sogar mit tödlichen Anschlägen rechnen. Kaum ein Fall wird aufgeklärt, die Täter gehen in der Regel straffrei aus.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 134 von 180
Feinde des Internets 11.03.2020

Trolle und Firmen im Dienst repressiver Regime

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine Liste der 20 größten Feinde des Internets. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren.

mehr
Präsident Rodrigo Duterte
Philippinen 05.02.2020

Größter Nachrichtensender vor dem Aus

Reporter ohne Grenzen fordert das philippinische Parlament dazu auf, die Lizenz des Rundfunknetzwerkes ABS-CBN zu erneuern. Präsident Rodrigo Duterte hatte ABC-CBN immer wieder attackiert und bedroht. Sollte die Lizenz nicht erneuert werden, müssten alle TV- und Radiostationen mit dem Auslaufen der Lizenz am 30. März ihre Sendungen einstellen.

mehr
Menschen in Quezon fordern Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers
Philippinen 19.12.2019

Urteil zehn Jahre nach Massaker

Reporter ohne Grenzen begrüßt das Urteil im Prozess um das Massaker an 32 Journalistinnen und Journalisten auf den Philippinen vor rund zehn Jahren. Gleichzeitig ist die Organisation besorgt über die vielen Freisprüche und fordert die Justizbehörden auf, weiter zu ermitteln.

mehr
Alle Meldungen