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Philippinen

Auf den Philippinen besteht eine außerordentlich hohe Medienvielfalt, es gibt rund 600 Radiostationen und 500 Zeitungen. Die meisten Privatmedien sind im Besitz einflussreicher Familien und Unternehmer und vertreten deren Interessen. Die Boulevardpresse schreibt oft reißerisch, kann aber auch über heikle Themen wie Wahlbetrug oder Korruption berichten. Kritische Journalisten werden vom politischen Gegner oft mit Verleumdungsklagen attackiert, viele müssen mit Gewalt und sogar mit tödlichen Anschlägen rechnen. Kaum ein Fall wird aufgeklärt, die Täter gehen in der Regel straffrei aus.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 127 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Philippinen 17.11.2016

Rundfunk-Duopol und intransparente Strukturen

Die Besitzstrukturen der Medien in den Philippinen zeigen enge Verflechtungen mit der wirtschaftlichen und politischen Elite. Zwei große Rundfunkkonzerne dominieren die Medienlandschaft. Oft bleiben die eigentlichen Besitzer im Dunkeln. Das zeigen die Ergebnisse des ROG-Projekts Media Ownership Monitor.

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Der designierte Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte. © picture alliance/ZUMA Press
Philippinen 01.06.2016

Designierter Präsident rechtfertigt Morde

Reporter ohne Grenzen verurteilt die verharmlosenden Aussagen des designierten philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte über Morde an Journalisten. „Mit derartigen Äußerungen rechtfertigt Duterte die Ermordung von Journalisten zumindest, wenn er nicht sogar dazu aufruft“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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