#FreeThemAll: Nassima al-Sada | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Saudi-Arabien 23.11.2019

#FreeThemAll: Nassima al-Sada

Dammam Stadtansicht
Dammam Stadtansicht © picture alliance/Bildagentur-online

Spätestens seit der Ermordung des Exiljournalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 ist klar, dass Kritiker des saudischen Königshauses mit dem Schlimmsten rechnen müssen. Repressionen und Gewalt gegen Medienschaffende gibt es in Saudi-Arabien allerdings schon länger. So auch im Fall der Journalistin und Frauenrechtlerin Nassima al-Sada. Al-Sada befindet sich seit Juli 2018 in Haft, ohne dass jemals Anklage gegen sie erhoben wurde. Laut Informationen von Amnesty International wurde sie darüber hinaus im Februar 2019 in Einzelhaft verlegt. Damals wurde sie noch im Al-Mabahith-Gefängnis in der Stadt Dammam festgehalten. Seitdem gibt es keine neuen Informationen über ihren Aufenthaltsort oder ein vermeintliches Gerichtsverfahren.

In ihrer Kolumne für das Onlinemagazin Juhaina hatte al-Sada über Themen wie Frauenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und sexualisierte Gewalt geschrieben. Bereits vor ihrer Verhaftung war die Journalistin deshalb in den Fokus der saudischen Behörden geraten.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



nach oben