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Usbekistan

Seit dem Tod des langjährigen Diktators Islam Karimow 2016 gibt es aus Usbekistan widersprüchliche politische Signale. Zwar wurden alle inhaftierten Journalisten entlassen – manche davon nach fast zwanzig Jahren Gefängnis. Andererseits wurden erneut kritische Journalist*innen und Blogger*innen verhaftet. Im Fernsehen gibt es wieder politische Live-Berichterstattung. Manche Medien wagen sich an Themen wie Korruption oder Zwangsarbeit in der Baumwollernte heran. Jahrelang gesperrte Online-Medien sind wieder zugänglich, doch immer wieder werden Websites und soziale Medien zensiert. Ausländische und im Exil lebende Journalist*innen dürfen wieder ins Land, doch mehrfach wurde Fernsehteams die Einreise verweigert oder nur unter strikten Auflagen erlaubt. Nur sehr wenige Korrespondent*innen haben dauerhafte Akkreditierungen erhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 156 von 180
Usbekistan/Kirgistan13.08.2020

RSF fordert sofortige Freilassung von Stipendiaten

Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert die sofortige Freilassung des usbekischen Journalisten und RSF-Stipendiaten Bobomurod Abdullajew. Er wurde am 9. August auf Ersuchen der usbekischen Regierung in Kirgistan festgenommen, während RSF sich bemühte, ihm die sichere Ausreise nach Deutschland zu ermöglichen.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Tashkent Stadtansicht
Usbekistan23.10.2019

#FreeThemAll: Nafosat Olloshukurova

Die usbekische Journalistin Nafosat Olloshukurova war am 23. September von der Polizei festgenommen worden. In ihren Beiträgen auf Facebook hatte sie in der Vergangenheit wiederholt die usbekische Regierung kritisiert und den Behörden Korruption vorgeworfen.

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Rangliste der Pressefreiheit 201918.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Usbekistan16.01.2019

Merkel muss sich für Pressefreiheit einsetzen

ROG fordert die Bundeskanzlerin auf, bei ihren Gesprächen mit dem Präsidenten Usbekistans mehr Respekt für die Freiheit der Medien anzumahnen. Zwar hat Mirsijojew prominente Journalisten entlassen und die zuvor stark zensierten Medien berichten ein wenig freier. Doch das Internet bleibt streng kontrolliert und kritische Reporter dürfen nicht ins Land.

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