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Brasilien

Brasilien ist für Medienschaffende eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Immer wieder werden Journalist*innen ermordet. Meist hatten sie über Korruption, Missstände in den Behörden oder organisiertes Verbrechen berichtet – oft in kleineren oder mittleren Städten, wo sie besonders exponiert sind. Viele andere Journalist*innen werden bedroht, auf Demonstrationen körperlich angegriffen oder mit unfairen Gerichtsprozessen überzogen. Seit dem Wahlkampf, der Präsident Jair Bolsonaro 2018 ins Amt brachte, prägen Hetze, Desinformation und Gewalt das Klima gegenüber Journalist*innen. Die wichtigsten Fernseh-, Rundfunksender und Printmedien gehören wenigen, auch politisch einflussreichen Unternehmerfamilien. Der journalistische Quellenschutz ist ständigen Angriffen ausgesetzt, und etliche investigative Journalist*innen wurden wegen ihrer Recherchen angeklagt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 107 von 180
Mexiko/ Brasilien24.06.2020

RSF-Programm für Journalistensicherheit

Die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen (RSF) setzt in den kommenden drei Jahren ein Programm für die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten um, zunächst in Kooperation mit der mexikanischen Menschenrechts-NGO Propuesta Cívica und dem RSF-Büro ...

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Brasilien12.06.2020

Pressefreiheit in Brasilien gefährdet wie nie

Reporter ohne Grenzen (RSF) sieht die Pressefreiheit in Brasilien so gefährdet wie noch nie seit dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1985. In der Corona-Krise haben die Aggressionen gegenüber Medienschaffenden noch einmal zugenommen. Präsident Jair Bolsonaro heizt die Stimmung teilweise täglich über Verbalattacken auf.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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