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Insgesamt ist das Arbeitsumfeld für Journalisten in Deutschland gut. Aber auch hier wurden in den vergangenen Jahren Journalisten staatlich überwacht, etwa, wenn sie in der rechtsextremen Szene recherchierten. Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk gebührenfinanziert wird, müssen immer mehr Zeitungen ums Überleben kämpfen. Die Anzahl der Zeitungen mit eigener Vollredaktion geht zurück. Der Zugang zu Behördeninformationen ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und mit Zeit und Kosten verbunden. Journalisten werden von Rechtsextremen und Salafisten angegriffen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 15 von 180
Deutschland 20.06.2018

Großteil der Nothilfe für türkische Journalisten

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2018 zieht Reporter ohne Grenzen Deutschland Bilanz: Im Jahr 2017 hat das Nothilfe-Referat in 111 Fällen verfolgte Journalisten unterstützt und dafür insgesamt mehr als 49.000 Euro aufgewendet. Dabei sind es vor allem türkische Journalisten, die auf die Hilfe angewiesen sind.

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Deutschland 17.05.2018

BND beendet illegale Datenverarbeitung

Der BND hat nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit Reporter ohne Grenzen erklärt, die illegale Analyse von Telefon-Verbindungsdaten zu beenden. „Der Erfolg zeigt, dass die Gesellschaft ihre Geheimdienste mit rechtlichen Werkzeugen kontrollieren kann und illegale Aktivitäten nicht dulden muss", sagt ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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Deutschland 04.05.2018

Per Mausklick aus der BND-Datenbank

Reporter ohne Grenzen hat ein Online-Tool vorgestellt, mit dem sich jeder gegen die Analyse seiner Telefon-Verbindungsdaten durch den Bundesnachrichtendienst juristisch wehren kann. Der „Bitte Nicht Durchleuchten-Generator“ ist die Folge eines wegweisenden Urteils des Bundesverwaltungsgerichts.

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Deutschland 03.05.2018

UN-Anhörung: Kritik aufgreifen

Reporter ohne Grenzen appelliert an die Bundesregierung, bei der Befragung zur menschenrechtlichen Lage in Deutschland durch die UN-Staatengemeinschaft eigene Defizite beim Schutz der Pressefreiheit zu benennen und Kritik der Zivilgesellschaft aufzugreifen. Deutschland muss sich am 8. Mai in Genf den Fragen der übrigen UN-Mitglieder stellen.

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Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Alle Meldungen

G20-Gipfel in Hamburg 2017

G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

32 für den G20-Gipfel zugelassenen Journalisten wird im Nachhinein die Akkreditierung entzogen. Sie standen auf einer "schwarzen Liste" des BKA. Rafael Heygster ist einer von ihnen. Ein schwerer und bisher einmaliger Eingriff in die Pressefreiheit in Deutschland. ARD-Recherchen belegen: die Entscheidungen basierten auf einer Mischung aus falschen und rechtswidrig gespeicherten Daten. Ursprünglich sollte Heygster für seine Redaktion den "offiziellen" Part des Gipfels fotografieren. Nachdem das nicht mehr möglich war, fokussierte er sich auf die Geschehnisse auf den Straßen Hamburgs.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

In Sicherheitszone 1 rund um die Messehallen werden am Morgen des 06.07.2017 sämtliche Gullideckel von Polizisten versiegelt. Das Straßen rund um die Messe wirken wie ausgestorben.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Am Hamburger Flughafen haben sich viele Schaulustige und Planespotter eingefunden um die Ankunft der Flugzeuge der verschiedenen Staatschefs zu beobachten. Besonders spannend scheint für viele die Ankunft der Airforce One mit Präsident Donald Trump zu sein. Vor und nach der Landung ist der komplette Luftraum für etwa eine Stunde gesperrt.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Nach erfolgloser Hotelsuche ist Donald Trump im Gästehaus des Hamburger Senats untergekommen. Mehr als zwei Wochen vor dem Gipfel ist das Haus bereits durch den Nachrichtendienst und die Polizei geschützt.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Zwei Anwohnerinnen sitzen wenige Tage vor dem Gipfel vor ihrem Wohnhaus im Karolinenviertel. Das Haus liegt in direkter Nachbarschaft zu den Messehallen und befindet sich somit in "Sicherheitszone 2". Die beiden Damen können ihre Wohnung während des Gipfels nur nach Ausweiskontrollen und Leibesvisitationen betreten.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Über 600 Künstler führen in der Innenstadt eine Performance auf. Mit grauem Lehm bekleidete Personen bewegen sich langsam wie Zombies aus einer U-Bahn Stationen kommend auf den Burchardplatz,...
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

...wo sie ihre grauen Kleidungsstücke abstreiften und im Rahmen einer symbolischen "Menschwerdung" nackt sowie in bunten Klamotten laut schreien und feiern.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Performance von über 600 Künstlern
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Protestaktion "1000 Gestalten"
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Zwei vermummte Männer schauen auf das Display ihres Handys, während der Suchscheinwerfer eines Polizeihubschraubers in den Abendhimmel leuchtet. Im Hintergrund brennen Feuer. Am Abend und in der Nacht des 07.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste zu massiven Ausschreitungen im Hambuger Schanzenviertel. An vielen Stellen brennen große Feuer auf den Straßen, Supermärkte werden geplündert.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Die Messehallen am Donnerstag vor dem G20-Gipfel. Eine Polizistin sucht mithilfe eines Spürhundes nach Sprengstoff in einem Fahrzeug, mit welchem wichtige Personen befördert werden.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Ein Anwohner schießt ein Selbstportrait vor einem ausgebrannten Fahrzeugwrack.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Eine junge Dame macht keinen Hehl aus ihrer Meinung gegenüber der Polizei. Im Rahmen der Proteste gegen den G20 Gipfel kommt es auf der "Welcome to Hell" Demonstration zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Eine brennende Mülltonne wird Richtung Polizeikette geschoben
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Ein Demonstrant wirft einen Gegenstand Richtung Feuer. Am Abend und in der Nacht des 07.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel zu massiven Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel. An vielen Stellen brennen große Feuer auf den Straßen, Supermärkte werden geplündert.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Die Polizei nimmt einen jungen Mann vor der roten Flora fest. Am Abend des 06.07.2017 kommt es im Rahmen der Proteste gegen den G20 Gipfel zu Ausschreitungen und Wasserwerfereinsätzen in Altona und dem Schanzenviertel.
G20 in Hamburg

© © Rafael Heygster

Ein Mann hält die Proteste mit der Kamera seines Handys fest.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Demonstranten klettern durch den Nebel von Rauchbomben in der Hafenstraße über die Brüstung einer Mauer, nachdem die "Welcome to Hell"-Demonstration eskaliert ist.
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Festnahme eines jungen Mannes in der Bernhard-Nocht-Straße
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Große Fragen wirft das Baugerüst am Haus Schulterblatt 1 auf. Laut Polizei wurden von hier aus schwere Straftaten vorbereitet. Die angebliche Gefahr, die von den Personen auf diesem Gerüst ausgeht sind der Grund, weswegen die Polizei die stundenlang nicht in die Ausschreitungen eingreift. Im Nachhinein stellt sich die polizeiliche Darstellung als Falschinformation heraus
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Schuss vom Hausdach am „Schulterblatt 1“ mit Feuerwerksmunition
G20 in Hamburg

© Rafael Heygster

Massenproteste gegen den G20 Gipfel

Alle Bilder der Reihe "G20-Gipfel in Hamburg 2017" hat uns freundlicherweise Rafael Heygster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Parteipositionen im Vergleich

Wahlprüfsteine
zur Bundestagswahl

Vor der Bundestagswahl 2017 hat Reporter ohne Grenzen den politischen Parteien zehn aktuelle Streitfragen der Pressefreiheit vorgelegt. Die Antworten machen ihre Positionen direkt vergleichbar.

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