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Irak

Journalist*innen arbeiten im Irak in einem stark politisierten Umfeld, in dem Medien vor allem als Instrumente im politischen Wettstreit gelten. In allen Landesteilen werden sie von regierungsnahen Milizen angegriffen, verhaftet oder eingeschüchtert. Morde an Journalist*innen bleiben ungestraft; kommt es doch zu Ermittlungen, so führen diese zu keinem Ergebnis. Mit schweren Drohungen muss etwa rechnen, wer über Korruption oder Unterschlagung recherchiert. Während gewaltsam niedergeschlagener Proteste im Sommer 2018 wurde das Internet abgeschaltet. Ein geplantes Gesetz gegen Internetkriminalität könnte hohe Haftstrafen für vage definierte Vergehen gegen die Integrität und die Interessen des Landes durch Online-Veröffentlichungen einführen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 162 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Irak22.01.2020

Schon drei Journalisten seit Jahresbeginn getötet

Reporter ohne Grenzen ist beunruhigt über das zunehmende Klima der Angst und Gewalt für Journalistinnen und Journalisten im Irak. Seit Jahresbeginn wurden dort drei Journalisten getötet, die über die seit Monaten andauernden Proteste gegen die Regierung berichteten. Zuletzt wurde in Bagdad ein Fotojournalist erschossen.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit17.12.2019

Weltweit 389 Medienschaffende im Gefängnis

Zum Jahresende 2019 sitzen weltweit 389 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Gefängnis, zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit hervor. 49 Medienschaffende wurden 2019 getötet, 57 sind derzeit entführt.

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Länderbericht

Kurdische Region – viele, aber kaum freie Medien

Die meisten Medien im kurdischen Nordirak sind Sprachrohre politischer Gruppierungen. Auch Gewalt gegen Journalisten ist ein Problem.

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Länderbericht

Kriegsbilanz: 230 Medienschaffende getötet

Nach dem Rückzug der letzten US-Kampfeinheiten 2010 zog ROG Zwischenbilanz: Im Irak- starben mehr Journalisten als im Vietnam-Krieg.

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