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Kolumbien

Kolumbien ist für Medienschaffende nach wie vor eins der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Morddrohungen, körperliche Angriffe und Entführungen sind keine Seltenheit, immer wieder kommt es auch zu Morden. Gefährlich sind Recherchen etwa über Landkonflikte, Korruption, Drogenkriminalität oder die trotz des Friedensabkommens von 2016 weiter bestehenden bewaffneten Konflikte. Die Behörden sorgen kaum für Schutz, die Justiz bestraft nur wenige Taten. Bewaffnete Gruppen wie die ELN sowie Dissident*innen der FARC schüchtern vor allem lokale Medienschaffende ein, was zu Selbstzensur führt, so dass aus einigen Gebieten Kolumbiens kaum berichtet wird. Die enge Verbindung zwischen Medien und Wirtschaftsimperien sowie der politischen Klasse untergräbt die redaktionelle Unabhängigkeit. Unter dem seit 2018 regierenden Präsidenten Iván Duque wurden Journalist*innen und Medien Ziel von Einschüchterungskampagnen sowie von staatlicher Überwachung, nachdem sie über Betrug, Korruption und Menschenrechtsverletzungen in der Regierung berichtet hatten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 134 von 180
Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Zahlreiche Demonstrierende; einer von ihnen hält die kolumbianische Nationalflagge hoch
Kolumbien05.11.2020

#FreeThemAll: Diana Díaz

In Kolumbien soll die Journalistin Diana Díaz wegen der „Veröffentlichung von geheimen Informationen“ angeklagt werden. Konkret wird ihr vorgeworfen, einen Tonmitschnitt an die Pressefreiheitsorganisation Foundation for Press Freedom weitergeleitet zu haben.

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Fotograf fotografiert einen Hubschrauber, der mit Wasser die Waldbrände bekämpft.
International26.08.2020

Umweltjournalismus: Gefährliche Recherchen

Umweltjournalistinnen und Umweltjournalisten geraten in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Weltweit wurden mindestens zehn Medienschaffende, die zu Umweltthemen berichteten, in den vergangenen fünf Jahren getötet. Insgesamt zählte RSF in diesem Zeitraum 53 Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit Umweltjournalismus.

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