Pressemitteilungen

Mauretanien 20.01.2017

Todesstrafe gegen Blogger nicht vollstrecken

Reporter ohne Grenzen appelliert an Mauretaniens Oberstes Gericht, die Todesstrafe für den Blogger Mohamed Cheikh Ould M’Kheitir aufzuheben. Der seit drei Jahren inhaftierte M‘Kheitir wurde Ende 2014 wegen eines vermeintlich islamkritischen Blogeintrags zum Tode verurteilt. Ein Berufungsgericht befand ihn des Abfalls vom Glauben für schuldig.

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USA 19.01.2017

Feindseligkeiten gegen Journalisten beenden

Reporter ohne Grenzen fordert Donald Trump zu seiner Amtseinführung auf, sein feindseliges Verhalten gegenüber Journalisten zu beenden. „Mit seiner demonstrativen Geringschätzung kritischer Medien hat der künftige US-Präsident schon vor seinem Amtsantritt schweren Schaden angerichtet“, sagte Geschäftsführer Christian Mihr.

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Türkei 18.01.2017

Mord an Hrant Dink noch nicht aufgeklärt

Zehn Jahre nach der Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink fordert Reporter ohne Grenzen die türkische Justiz auf, den Fall endlich lückenlos aufzuklären und alle Hintermänner zu verurteilen. Der Herausgeber der türkischen-armenischen Zeitung Agos wurde am 19. Januar 2007 in Istanbul erschossen.

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USA 18.01.2017

Verfolgung von Whistleblowern beenden

Nach dem Straferlass für Chelsea Manning mahnt Reporter ohne Grenzen ein Ende der Verfolgung weiterer Whistleblower durch die US-Regierung an. Für ihre Hinweise auf politische Fehlentwicklungen verdienten Menschen wie Edward Snowden und der inhaftierte Jeffrey Sterling Anerkennung und keine Bestrafung, betonte Geschäftsführer Christian Mihr.

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Kolumbien 13.01.2017

Friedensprozess muss ausgeweitet werden

Anlässlich des Besuches von Frank-Walter Steinmeier in Kolumbien fordert Reporter ohne Grenzen den Außenminister auf, die Versäumnisse im Friedensprozess anzusprechen. Die im Friedensabkommen vereinbarten Regelungen zum Schutz der Pressefreiheit müssen sofort umgesetzt und auf weitere illegale Gruppen ausgeweitet werden.

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Deutschland 13.01.2017

Verfassungsbeschwerde eingereicht

Reporter ohne Grenzen hat im Bündnis mit Bürgerrechtsorganisationen und Journalisten Verfassungsbeschwerde gegen den „Datenhehlerei“-Paragrafen im Strafgesetzbuch eingelegt. Die Vorschrift stellt den Umgang mit „geleakten“ Daten unter Strafe und kriminalisiert damit einen wichtigen Teil der Arbeit investigativer Journalisten und Blogger.

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Aserbaidschan 12.01.2017

Fotojournalist verschleppt

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die jüngsten Schikanen gegen den aserbaidschanischen Fotojournalist und Blogger Mehman Huseynow. Unbekannte verschleppten ihn am Montag in der Hauptstadt Baku und hielten ihn über Nacht in Gewahrsam. Zwar wurde er am Folgetag freigelassen, ein Gericht verurteilte ihn jedoch zu einer Geldstrafe.

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Türkei 10.01.2017

Prozess gegen ROG-Korrespondent geht weiter

Reporter ohne Grenzen fordert die türkische Justiz auf, sämtliche Anschuldigungen gegen den langjährigen Türkei-Korrespondenten der Organisation unverzüglich fallenzulassen. Am Mittwoch wird der Prozess gegen Erol Önderoglu in Istanbul fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm „Propaganda für eine terroristische Organisation“ vor.

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Gambia 06.01.2017

Geheimdienst schließt Radiosender

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die jüngsten Repressalien gegen Journalisten und Medien in Gambia. Vor dem Hintergrund des eskalierenden Streits über das Präsidentenamt hat der Geheimdienst drei Radiosender geschlossen. Zwar darf einer der Sender laut einem Medienbericht seit Dienstag wieder senden, jedoch ausschließlich Musik.

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Algerien-Länderbericht 29.12.2016

Repression hinter Fassade der Medienvielfalt

Strafverfolgung, willkürliche Festnahmen und Behördenschikanen machen unabhängigen Journalismus in Algerien zu einem unkalkulierbaren Risiko. Das zeigt ein ausführlicher Länderbericht von Reporter ohne Grenzen. Besondere Sorge bereitet aktuell die einjährige Haftstrafe für den Journalisten Hassan Bouras.

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