Für Pressefreiheit in der Türkei | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Kundgebung am 3. Mai 2017 in Berlin ICS

Für Pressefreiheit in der Türkei

In keinem Land befinden sich derzeit so viele Journalisten in Haft wie in der Türkei. Mehr als 120 von ihnen wurden nach Angaben der Medienplattform P24 allein nach dem Putschversuch inhaftiert. Medienschaffende sind zur Zielscheibe einer massiven Kampagne gegen die Meinungsfreiheit geworden. Etwa 160 Medien wurden laut P24 geschlossen, tausende Journalisten haben ihre Arbeit verloren. Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die Regierung im Juli 2016 den Ausnahmezustand ausgerufen – er gilt bis heute. Insbesondere im Vorfeld des Verfassungsreferendums wurden unabhängige Medien zum Schweigen gebracht und eine freie öffentliche Debatte unterbunden.

Amnesty International und Reporter ohne Grenzen fordern sofortige Freilassung aller Journalistinnen und Journalisten aus der Untersuchungshaft in der Türkei.

am Mittwoch, 3. Mai 2017
um 12:30 – 13:00 Uhr
Vor der Botschaft der Türkei
Tiergartenstr. 19-21, 10785 Berlin

Aktivisten machen mit Fotos von verfolgten und inhaftierten türkischen Journalistinnen und Journalisten auf die anhaltenden Verletzungen der Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei aufmerksam. Sie halten Schilder mit den Forderungen an die türkische Regierung sowie ein Banner mit der Aufschrift #FreeTurkeyMedia. Im Anschluss gibt es kurze Redebeiträge.

Weltweite Twitteraktion: Gemeinsam mit Amnesty und Reporter ohne Grenzen solidarisieren sich bereits in den Wochen vor der Aktion weltweit Organisationen und Menschen unter dem Hashtag #FreeTurkeyMedia mit den inhaftierten Journalisten in der Türkei. Mehrere tausend Menschen haben sich bereits an einer Appell-Aktion von Amnesty International an den türkischen Justizminister beteiligt.

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