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Serbien

Seit Anfang 2014 laufen die Beitrittsverhandlungen mit der EU, vor deren Hintergrund sich Serbien auch um strukturelle Verbesserungen für Journalisten und Medien bemüht. Schon seit 2012 ist Verleumdung nicht länger ein Strafbestand. Korruption ist jedoch nach wie vor verbreitet. Viele Medien sind zudem parteiisch. Oft geben Politiker nur ausgewählten Redaktionen Interviews. Kritische Journalisten müssen mit Überfällen von bezahlten Schlägern und Anschlägen rechnen. Der Staat bezuschusst einige Medien bewusst über das Schalten von Anzeigen. Diese Zuwendungen verzerren nicht nur den Markt. Manche Medien zensieren sich auch selbst, um an die Gelder zu kommen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 66 von 180
Serbien 21.06.2017

Staat erkauft sich Hofberichterstattung

Der Medienmarkt in Serbien ist sehr stark konzentriert und die Staatsspitze unter Präsident Vucic übt als größter Geldgeber und Werbekunde erheblichen Einfluss auf die Berichterstattung aus. Das zeigen die Ergebnisse dreimonatiger Recherchen im Rahmen des weltweiten Projekts Media Ownership Monitor.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Kroatien 19.09.2016

Hoffnung auf späte Gerechtigkeit

25 Jahre nach der Ermordung des deutschen Journalisten Egon Scotland im Kroatienkrieg beginnt der Prozess gegen den mutmaßlich Verantwortlichen. Eine serbische Miliz unter dem Kommando des jetzt angeklagten Dragan Vasiljkovic kontrollierte die kroatische Stadt Glina, als ein Scharfschütze dort am 26. Juli 1991 den Reporter der Süddeutschen Zeitung erschoss.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Tod unter ungeklärten Umständen

In vielen Ländern werden Gewaltverbrechen an Journalisten nicht glaubwürdig verfolgt. Ein Beispiel ist der Fall der Journalistin Radislava Dada Vujasinovic, die 1994 in ihrem Elternhaus in Belgrad erschossen aufgefunden wurde.

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