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Serbien

Seit Anfang 2014 laufen die Beitrittsverhandlungen mit der EU, vor deren Hintergrund sich Serbien auch um strukturelle Verbesserungen für Journalisten und Medien bemüht. Schon seit 2012 ist Verleumdung nicht länger ein Strafbestand. Korruption ist jedoch nach wie vor verbreitet. Viele Medien sind zudem parteiisch. Oft geben Politiker nur ausgewählten Redaktionen Interviews. Kritische Journalisten müssen mit Überfällen von bezahlten Schlägern und Anschlägen rechnen. Der Staat bezuschusst einige Medien bewusst über das Schalten von Anzeigen. Diese Zuwendungen verzerren nicht nur den Markt. Manche Medien zensieren sich auch selbst, um an die Gelder zu kommen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 66 von 180
Kroatien 27.09.2017

Späte Gerechtigkeit für Mord an Egon Scotland

26 Jahre nach der Ermordung des deutschen Journalisten Egon Scotland hat ein kroatisches Gericht den damaligen Kommandeur einer serbischen Miliz zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand Dragan Vasiljkovic für schuldig an Kriegsverbrechen beim Angriff auf die Stadt Glina, bei dem ein Scharfschütze 1991 den Reporter der Süddeutschen Zeitung erschoss.

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Serbien 21.06.2017

Staat erkauft sich Hofberichterstattung

Der Medienmarkt in Serbien ist sehr stark konzentriert und die Staatsspitze unter Präsident Vucic übt als größter Geldgeber und Werbekunde erheblichen Einfluss auf die Berichterstattung aus. Das zeigen die Ergebnisse dreimonatiger Recherchen im Rahmen des weltweiten Projekts Media Ownership Monitor.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Tod unter ungeklärten Umständen

In vielen Ländern werden Gewaltverbrechen an Journalisten nicht glaubwürdig verfolgt. Ein Beispiel ist der Fall der Journalistin Radislava Dada Vujasinovic, die 1994 in ihrem Elternhaus in Belgrad erschossen aufgefunden wurde.

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