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Slowakei

Viele slowakische Medien gehören Unternehmern mit verzweigten Geschäftsinteressen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk galt einst als Symbol journalistischer Integrität, doch seine redaktionelle Unabhängigkeit ist durch Versuche politischer Einflussnahme bedroht. Politiker*innen verklagen oft unbequeme Journalist*innen auf Verleumdung, die mit bis zu acht Jahren Haft bestraft werden kann. Proteste nach dem Mord an dem Investigativreporter Jan Kuciak Anfang 2018 zwangen Ministerpräsident Robert Fico und mehrere Minister zum Rücktritt. Doch als Vorsitzender der größten Regierungspartei verunglimpft Fico weiterhin kritische Journalist*innen. Wegen Beteiligung am Mord an Kuciak wurden vier Verdächtige verhaftet, als mutmaßlicher Auftraggeber ein gut vernetzter Geschäftsmann. Bis heute ungeklärt ist das Schicksal der 2008 und 2015 verschwundenen Journalisten Pavol Rýpal und Miroslav Pejko.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 35 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Slowakei 19.02.2019

Politische Einflussnahme auf Ermittlungen

Ein Jahr nach dem Mord an dem slowakischen Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten fordert Reporter ohne Grenzen die slowakischen Behörden auf, unabhängige Ermittlungen sicherzustellen. Zwar hat die Ermittlung eindeutige Fortschritte gemacht, doch gibt es immer wieder Anzeichen politischer Einflussnahme.

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Slowakei 24.08.2018

Mord an Ján Kuciak endlich lückenlos aufklären

Rund sechs Monate nach dem Mord an dem slowakischen Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kušnírová kritisiert Reporter ohne Grenzen die schleppenden Ermittlungen. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Die Leichen wurden am 25. Februar in ihrem Haus in Veľká Mača im Westen der Slowakei gefunden.

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