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Somalia

Somalia gehört für Journalist*innen seit Jahren zu den gefährlichsten Ländern Afrikas. Die islamistische Schabab-Miliz lässt in ihrem Herrschaftsbereich nur politische und religiöse Propaganda zu, hat Dutzende Medienschaffende ermordet und Anfang 2014 die Nutzung des Internets verboten. In der Hauptstadt Mogadischu ist die Lage so gefährlich, dass manche Journalisten in ihren Redaktionsräumen wohnen, um unnötige Wege zu vermeiden. 2018 wurden drei Medienschaffende getötet, drei weitere überlebten Mordversuche. Von Seiten der Regierung drohen willkürliche Medienschließungen, Verhaftung und Folter. Viele Medien sind von Geldgebern mit politischen Interessen abhängig, die im Gegenzug regierungsfreundliche Berichterstattung erwarten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 164 von 180
Straßenszene in Hargeysa, Somaliland
Somalia 28.11.2019

#FreeThemAll: Abdiqaadir Saleban Aseyr

Seit dem 18. November dieses Jahres befindet sich der Journalist Abdiqaadir Saleban Aseyr in der autonomen Region Somaliland in Haft. Zudem benachrichtigten ihn die Behörden darüber, dass Horn Cable TV, dessen Chefredakteur er ist, abgeschaltet werden würde.

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Somalische Polizeikräfte
Somalia 06.11.2019

#FreeThemAll: Ahmed Mohamed

Seit dem 17. Oktober dieses Jahres wird der Journalist Ahmed Mohamed von den Behörden der halbautonomen Region Puntland im nordöstlichen Somalia festgehalten. Anlass ist womöglich ein Beitrag des Radiosenders Radio Daljir, den er leitete.

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Alltag in Somalia
Somalia 20.09.2019

#FreeThemAll: Mohamed Osman Mire

Der Vorsitzende des somalischen Fernsehsenders Horyaal TV, Mohamed Osman Mire, wurde festgenommen. Der Fernsehsender war wegen eines kritischen Berichts über das Rauschmittel Kath in das Visier der Behörden geraten.

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