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Somalia

Somalia gehört für Journalist*innen seit Jahren zu den gefährlichsten Ländern Afrikas. Die islamistische Schabab-Miliz lässt in ihrem Herrschaftsbereich nur politische und religiöse Propaganda zu, hat Dutzende Medienschaffende ermordet und Anfang 2014 die Nutzung des Internets verboten. In der Hauptstadt Mogadischu ist die Lage so gefährlich, dass manche Journalisten in ihren Redaktionsräumen wohnen, um unnötige Wege zu vermeiden. 2018 wurden drei Medienschaffende getötet, drei weitere überlebten Mordversuche. Von Seiten der Regierung drohen willkürliche Medienschließungen, Verhaftung und Folter. Viele Medien sind von Geldgebern mit politischen Interessen abhängig, die im Gegenzug regierungsfreundliche Berichterstattung erwarten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 163 von 180
Somalia14.07.2020

#FreeThemAll Jabir Said Duale

In Somalia sind seit Beginn des Jahres bereits zwanzig Journalistinnen und Journalisten verhaftet worden. Allein im Juni wurden fünf Medienschaffende festgenommen. Das jüngste Opfer der Verhaftungswelle ist Jabir Said Duale.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Graffiti mit der Flagge Somalilands
Somalia07.02.2020

#FreeThemAll: Abdirahman Mohamed Hiddig

In der autonomen Region Somaliland befindet sich der Journalist Abdirahman Mohamed Hiddig seit dem 15. Januar dieses Jahres in Haft. Über die genauen Gründe für Hiddigs Verhaftung gibt es bis heute keine offiziellen Angaben.

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