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Die Medien im Tschad sind starkem politischem Einfluss und zum Teil offener Feinseligkeit von Regierung und Justiz ausgesetzt. Der gesetzliche Rahmen ist äußerst restriktiv. Die privaten Printmedien haben niedrige Auflagen und sind außerhalb der Hauptstadt kaum erhältlich. Unabhängige Journalisten müssen mit willkürlichen Festnahmen und mit Haftstrafen für konstruierte Vorwürfe rechnen, ihre Zeitungen können monatelang verboten werden. Drohungen und Entführungsversuche sind häufig, Mordversuche kommen vor. Einige Journalisten sind ins Exil getrieben, andere kooptiert worden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 123 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Monument in N’Djamena
Tschad 13.03.2020

#FreeThemAll: Martin Inoua

Nach dem Beginn des Berufungsverfahrens im Fall des Journalisten Martin Inoua hat Reporter ohne Grenzen die Behörden im Tschad erneut dazu aufgefordert, diesen freizulassen. Inoua befindet sich bereits seit August dieses Jahres in Haft.

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Haus im Tschad
Tschad 17.01.2020

#FreeThemAll: Ali Hamata Achène

Ein Gericht in der Stadt Mongo verurteilte den Journalisten Ali Hamata Achène, der für den Radiosender DJA FM arbeitet, wegen „Diffamierung“ und „Missachtung des Gerichts“ zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet 150 Euro.

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