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Vereinigte Staaten von Amerika

Mit ständigen verbalen Angriffen („fake news“, „Feinde des amerikanischen Volkes“) befeuert Präsident Donald Trump seit nunmehr vier Jahren ein extrem feindseliges Klima für Medien. Festnahmen, gewalttätige Übergriffe, öffentliche Verunglimpfungen und Belästigungen häufen sich weiterhin, auch wenn 2019 die Zahl der Festnahmen und Gewalttaten zurückgegangen ist. Die medienfeindliche Rhetorik von Trump und seinem Umfeld hat Auswirkungen auf Lokalpolitik, kommunale Behörden und die breite Bevölkerung. Immer wieder werden Medienschaffende von Veranstaltungen und Pressekonferenzen ausgeschlossen. Das Weiße Haus hat im März 2019 die Tradition des täglichen Pressebriefings abgeschafft und erst in der Corona-Krise wieder eingeführt, wobei die Möglichkeit für Journalist*innen, Fragen zu stellen, willkürlich eingeschränkt wird. Die Regierung Trump geht noch massiver als die seines Vorgängers Barack Obama gegen Whistleblower*innen vor – die Spionage-Anklage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nur das prominenteste Beispiel. Selbst zu schwersten Verletzungen der Pressefreiheit im Ausland schweigt Präsident Trump.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 45 von 180
USA17.07.2020

Forderungen an Kandidaten im Wahlkampf

Angesichts der zunehmenden Missachtung der Pressefreiheit durch die US-Regierung fordert RSF die die Präsidentschaftskandidaten, die großen Parteien und die Kongresskandidaten auf, die Wertschätzung und Förderung von unabhängigem Journalismus zum Teil ihres Wahlprogramms zu machen.

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Grossbritannien/ USA03.07.2020

RSF kritisiert Isolationshaft von Assange

Reporter ohne Grenzen ruft die britischen Behörden dazu auf, den Wikileaks-Gründer Julian Assange sofort aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Anlässlich seines 49. Geburtstages hat RSF gemeinsam mit anderen Organisationen einen Offenen Brief an Großbritanniens Regierung formuliert, in dem die Art der Strafverfolgung kritisiert wird.

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USA18.06.2020

Entlassungen durch Trump-nahen CEO

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Entlassung von vier Chefredakteurinnen und -redakteuren der US Agency for Global Media (USAGM) durch einen von Präsident Trump ernannten neuen Geschäftsführer. Diese Entscheidung ist höchst besorgniserregend für die redaktionelle Unabhängigkeit.

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USA05.06.2020

Plattformregulierung abseits des Populismus

Erneut ist in den USA eine Debatte über die gesellschaftliche Rolle und Verantwortung sozialer Netzwerke ausgebrochen. Reporter ohne Grenzen mahnt zu einer informierten Debatte, die sich auf die strukturellen Ursachen der Konjunktur von Falschinformationen im Netz konzentriert.

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