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Vereinigte Staaten von Amerika

Mit ständigen verbalen Angriffen („fake news“, „Feinde des amerikanischen Volkes“) befeuert Präsident Donald Trump seit nunmehr vier Jahren ein extrem feindseliges Klima für Medien. Festnahmen, gewalttätige Übergriffe, öffentliche Verunglimpfungen und Belästigungen häufen sich weiterhin, auch wenn 2019 die Zahl der Festnahmen und Gewalttaten zurückgegangen ist. Die medienfeindliche Rhetorik von Trump und seinem Umfeld hat Auswirkungen auf Lokalpolitik, kommunale Behörden und die breite Bevölkerung. Immer wieder werden Medienschaffende von Veranstaltungen und Pressekonferenzen ausgeschlossen. Das Weiße Haus hat im März 2019 die Tradition des täglichen Pressebriefings abgeschafft und erst in der Corona-Krise wieder eingeführt, wobei die Möglichkeit für Journalist*innen, Fragen zu stellen, willkürlich eingeschränkt wird. Die Regierung Trump geht noch massiver als die seines Vorgängers Barack Obama gegen Whistleblower*innen vor – die Spionage-Anklage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nur das prominenteste Beispiel. Selbst zu schwersten Verletzungen der Pressefreiheit im Ausland schweigt Präsident Trump.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 45 von 180
Die Lebenspartnerin von Julian Assange, Stella Moris, gibt umringt von Unterstützerinnen und Unterstützern ein Statement vor dem Old Bailey in London ab
Großbritannien / USA13.10.2020

Assange-Verfahren: RSF kritisiert Intransparenz

Nachdem Reporter ohne Grenzen vier Wochen lang das Auslieferungsverfahren des Wikileaks-Gründers Julian Assange beobachtet hat, bekräftigt die Organisation ihre Forderung an Großbritannien, Assange umgehend freizulassen. Im Zeugenstand haben Expertinnen und Experten in den vergangenen Wochen zahlreiche Argumente dafür vorgelegt.

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USA-Flagge
Themenschwerpunkt07.10.2020

Pressefreiheit vor der US-Wahl

Reporter ohne Grenzen fordert in einer Kampagne alle Kandidatinnen und Kandidaten für die Präsidenten- und Kongresswahlen in den USA auf, sich öffentlich zur Wahrung der Pressefreiheit zu bekennen. Zugleich startet RSF auf seiner Webseite einen Themenschwerpunkt zur Lage der Medien in den Vereinigten Staaten.

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Einsatzkräfte sperren mit Pferden und Fahrrädern eine Straße ab
USA05.10.2020

#FreeThemAll: April Ehrlich

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in den USA dazu aufgerufen, die Anklage gegen die Journalistin April Ehrlich fallenzulassen. Ehrlich, die für den Radiosender Jefferson Public Radio arbeitet, war am 22. September in Medford County im Bundestaat Oregon festgenommen worden.

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Einsatzkräfte bei einer Demonstration
USA03.10.2020

#FreeThemAll: Josie Huang

In Los Angeles ist die Journalistin Josie Huang am 12. September von mehreren Polizisten zu Boden gerissen und verhaftet worden. Huang, die für den Radiosender KPCC und die Nachrichtenseite LAist arbietet, hatte die Beamten mit ihrem Handy bei der Verhaftung eines Mannes gefilmt.

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am 21.10.2020 onlineOnline-VeranstaltungICS

Julian Assange: Staatsfeind oder Wahrheitskämpfer

Welche Tragweite hat eine mögliche Auslieferung von Julian Assange, welche Auswirkungen hatten die Veröffentlichungen von WikiLeaks und welche Bedeutung für die Pressefreiheit geht mit diesem Prozess einher? Dazu sprechen vier Expert*innen: Christian Mihr (RSF), Annette Dittert (Leiterin ARD Studio London), Dr. Ulf Buermeyer (GFF) und Dustin Hoffmann )Büroleiter MEP Martin Sonneborn).

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