Myanmar | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Während der Militärdiktatur in Myanmar wurden die Medien äußerst streng kontrolliert. Mit dem 2011 begonnenen Reformprozess haben sie mehr Freiheiten erhalten. 2012 kamen alle inhaftierten Journalisten frei. Die Vorzensur wurde abgeschafft. Kontrolliert werden Publikationen jedoch immer noch. Artikel und Berichte müssen nachträglich beim Informationsministerium eingereicht werden. Die 2014 verabschiedeten Mediengesetze verbieten Kritik an der Verfassung und das „Stören der öffentlichen Ordnung“. Über die Lizenzvergabe übt der Staat Druck auf Redaktionen aus.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 139 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Flagge Myanmar
Myanmar 08.04.2020

#FreeThemAll: Nay Myo Lin

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Myanmar dazu aufgefordert, die Ermittlungen gegen Nay Myo Lin einzustellen. Der Redakteur der Nachrichtenseite Voice of Myanmar muss sich wegen Terrorismusvorwürfen vor Gericht verantworten.

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Flagge Myanmar
Myanmar 25.03.2020

#FreeThemAll: Ye Ni

In Myanmar hat ein Vertreter der Armee Anzeige gegen den Journalisten Ye Ni erstattet. Ye Ni, Redakteur bei einer unabhängigen Nachrichtenseite, soll wegen seiner Berichterstattung über Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Rebellen vor Gericht erscheinen.

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Länderbericht

Die Medien auf Reformkurs

Im Zuge der politischen Öffnung haben Myanmars Medien neue Freiheiten bekommen. Doch auch die neuen Machthaber schränken die Arbeit von Journalisten ein. Der Länderbericht analysiert die Situation im Jahr 2012, rund ein Jahr nach Beginn der Reformen.

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