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Aserbaidschan

Journalisten in Aserbaidschan müssen bei kritischer Berichterstattung mit Verleumdungsklagen rechnen. Viele kommen auch unter dem Vorwand von Drogenbesitz, Steuerhinterziehung oder der Anstachelung zum Hass ins Gefängnis. Private Unternehmen sind nicht verpflichtet, Auskünfte über ihre Besitzverhältnisse zu geben – diese Befreiung fördert Vetternwirtschaft und Korruption. Medien werden durch die strenge Vergabe staatlicher Lizenzen gegängelt. Programme ausländischer Sender wie BBC oder VOA dürfen nicht auf nationalen Frequenzen ausgestrahlt werden. Kritische Zeitungen wie Azadliq werden strukturell benachteiligt; sie dürfen zum Beispiel nicht an öffentlichen Kiosken verkauft werden. Seit 2013 sendet der Internet-Exilsender Meydan TV aus Berlin.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 163 von 180
Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2016

Neue „Feinde der Pressefreiheit“ veröffentlicht

Zum UN-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste, die besonders rücksichtslos gegen unabhängigen Journalismus vorgehen.

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Aserbaidschan 07.06.2016

Inhaftierte Journalisten freilassen

Anlässlich des heutigen Deutschland-Besuchs von Präsident Ilcham Alijew fordert Reporter ohne Grenzen Aserbaidschan auf, alle inhaftierten Journalisten freizulassen. Hinter der schönen Fassade unterdrückt das Regime von Präsident Alijew jede kritische Regung“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

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Aserbaidschan 25.05.2016

Khadija Ismajilowa frei auf Bewährung

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Freilassung der seit 2014 in Aserbaidschan inhaftierten Investigativjournalistin Khadija Ismajilowa. Das Oberste Gericht reduzierte Ismajilowas Strafe auf dreieinhalb Jahre Gefängnis und setzte sie zur Bewährung aus. "Dieses Urteil kann nur ein erster Schritt zu ihrer Rehabilitierung sein“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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Alle Meldungen

Amal Clooney über Khadija Ismajilowa

Die renommierte Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertritt die staatlich verfolgte aserbaidschanische Investigativjournalistin Khadija Ismajilowa vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Länderbericht

Journalisten zwischen
staatlicher Kontrolle und Selbstzensur

Mit dem Eurovision Song Contest 2012 wollte sich Aserbaidschan als modern und weltoffen zeigen, kontrollierte und schikanierte aber Journalisten und Medien. Ein Lagebericht nach dem ESC.

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