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Aserbaidschan

Aserbaidschans Behörden gehen brachial gegen unabhängige Blogger*innen und Journalist*innen vor. Wer sich dem unablässigen Druck durch Schikanen, Schlägertrupps, Erpressung oder Kooptation nicht beugt, wird unter absurden Anschuldigungen zu Haftstrafen verurteilt. Unabhängige Medien wie die Zeitungen Zerkalo und Azadlig wurden durch wirtschaftlichen Druck ausgetrocknet, andere wie Radio Azadlig gewaltsam geschlossen. Die wichtigsten unabhängigen Online-Nachrichtenportale werden zensiert, die Familien exilierter Medienschaffender schikaniert. Selbst im Ausland lässt die aserbaidschanische Regierung ihre Kritiker*innen festnehmen oder geht juristisch gegen sie vor.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 168 von 180
Fußgängerzone einer Stadt, umgeben von Gebäuden.
Aserbaidschan / Frankreich08.04.2021

#FreeThemAll: Mahammad Mirzali

Nach dem gewalttätigen Angriff auf den aserbaidschanischen Videoproduzenten Mahammad Mirzali in Frankreich hat sich Reporter ohne Grenzen mit einem Appell an die französische Regierung gewandt. Mirzali müsse umgehend unter Polizeischutz gestellt werden.

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Die Nationalflagge Aserbaidschans (erst ein hellblauer, dann ein roter und zuletzt ein dunkelgrüner Querbalken; auf dem roten Balken sind außerdem ein Halbmond und ein Stern abgebildet) weht vor einem wolkenverhangenen Himmel
Aserbaidschan16.02.2021

#FreeThemAll: Polad Aslanow

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Aserbaidschan aufgefordert, für eine medizinische Notversorgung des inhaftierten Journalisten Polad Aslanow zu sorgen. Aslanow ist bereits seit mehr als 19 Monaten in Haft und befindet sich seit Anfang Februar in einem Hungerstreik.

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Zwei Personen laufen durch die Trümmer zerstörte Häuser in Stepanakert in Bergkarabach.
Aserbaidschan / Armenien11.11.2020

RSF verurteilt Gewalt gegen Journalisten

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Gewalt und Drohungen gegen Medienschaffende im Konflikt um die Region Bergkarabach. Bei den Kämpfen zwischen Aserbaidschan und Armenien wurden seit Ende September mindestens sieben Journalisten verletzt. Am Dienstag (10.11.) griffen etwa 40 Menschen die Redaktion von Radio Free Europe / Radio Liberty an.

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Khadija Ismajilova über ihre Erfahrung als Journalistin Spionage ausgesetzt zu sein

Khadija Ismajilova ist eine aserbaidschanische Investigativ-Journalistin und ehemalige Radio-Moderatorin. Derzeit arbeitet sie für das Organized Crime and Corruption Reporting Project. Ihre Recherchen drehen sich meistens um Korruption von Staatsbeamten und Geschäftsmännern. 2015 wurde sie zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, aber ein Jahr später ordnete Aserbaidschans höchster Gerichtshof ihre Freilassung auf Bewährung an. Sie beteiligt sich an der Verfassungsbeschwerde von Reporter ohne Grenzen gegen das neue BND-Gesetz.

Amal Clooney über Khadija Ismajilowa

Die renommierte Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertritt die staatlich verfolgte aserbaidschanische Investigativjournalistin Khadija Ismajilowa vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Länderbericht

Journalisten zwischen
staatlicher Kontrolle und Selbstzensur

Mit dem Eurovision Song Contest 2012 wollte sich Aserbaidschan als modern und weltoffen zeigen, kontrollierte und schikanierte aber Journalisten und Medien. Ein Lagebericht nach dem ESC.

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