Pressefreiheit in der Corona-Krise

Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Ländern weltweit gravierende Auswirkungen auf die Pressefreiheit. Regierungen halten Informationen über Ansteckungs- und Todesfälle zurück und versuchen, die Berichterstattung zu manipulieren. Journalistinnen, Journalisten und ihre Redaktionen werden verfolgt oder schikaniert, weil sie unabhängige Informationen verbreiten. Forderungen nach flächendeckender Datenerfassung und nach Strafen für die Verbreitung falscher Informationen werden salonfähig. Inhaftierte Medienschaffende sitzen in überfüllten Gefängnissen mit schlechter Gesundheitsversorgung fest. Akut bedrohte Journalistinnen und Journalisten können wegen geschlossener Grenzen nicht ins Ausland fliehen.

Ein Überblick
Iran04.08.2020

Sorge um Covid-19-kranke Narges Mohammadi

Reporter ohne Grenzen ruft den Iran auf, die an Covid-19 erkrankte Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi sofort aus der Haft zu entlassen. Selbst nachdem die gefährliche Lungenkrankheit bei der schwer vorerkrankten Mohammadi diagnostiziert worden ist, verweigert ihr die Justiz bislang die Verlegung in ein Krankenhaus.

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Ungarn30.07.2020

EU muss Subventionen für Medien untersuchen

Angesichts der akuten Krise um die Unabhängigkeit von Ungarns größtem Nachrichtenportal Index.hu fordert Reporter ohne Grenzen die Europäische Union dringend auf, endlich die unfaire Verteilung staatlicher Werbegelder an Medien in Ungarn zu untersuchen. Eine Beschwerde einer ungarischen Nichtregierungsorganisation ist bislang folgenlos geblieben.

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Brasilien/RSF-Programm PAJor14.07.2020

Verlässliche Informationen in der Corona-Krise

Die Menschen in den Favelas und im Amazonasgebiet sind von der Corona-Krise in Brasilien in besonderem Maße betroffen. Acht selbstverwaltete Community-Medien, die am Projekt PAJor von Reporter ohne Grenzen (RSF) teilnehmen, versuchen diese Informationslücken zu schließen.

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Corona-Krise02.07.2020

Helden der Informationsfreiheit

Mit einer Liste der „Heldinnen und Helden der Informationsfreiheit“ macht Reporter ohne Grenzen auf Medienschaffende aufmerksam, die sich in der Corona-Krise in besonderem Maß für freie Berichterstattung eingesetzt haben – oft gegen den Willen autoritärer Regierungen.

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Nepal17.06.2020

Journalisten nach Covid-19-Berichten bedroht

Reporter ohne Grenzen erinnert die nepalesischen Behörden an ihre Pflicht, die in der Verfassung verankerte Pressefreiheit zu gewährleisten. Seit Ende März wurden mehrere Medienschaffende im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung über die Covid-19-Pandemie bedroht, beleidigt, zensiert oder körperlich angegriffen.

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