Pressefreiheit in der Corona-Krise | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

Pressefreiheit in der Corona-Krise

Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Ländern weltweit gravierende Auswirkungen auf die Pressefreiheit. Regierungen halten Informationen über Ansteckungs- und Todesfälle zurück und versuchen, die Berichterstattung zu manipulieren. Journalistinnen, Journalisten und ihre Redaktionen werden verfolgt oder schikaniert, weil sie unabhängige Informationen verbreiten. Forderungen nach flächendeckender Datenerfassung und nach Strafen für die Verbreitung falscher Informationen werden salonfähig. Inhaftierte Medienschaffende sitzen in überfüllten Gefängnissen mit schlechter Gesundheitsversorgung fest. Akut bedrohte Journalistinnen und Journalisten können wegen geschlossener Grenzen nicht ins Ausland fliehen.

Ein Überblick
Tippen auf dem Smartphone
Corona-Apps 15.05.2020

Digitale Überwachung bedroht Pressefreiheit

Reporter ohne Grenzen (RSF) warnt erneut vor den Folgen zunehmender digitaler Überwachung für Pressefreiheit und Menschenrechte. Die Corona-Krise beschleunigt die Entwicklung digitaler Technologien zur Verfolgung und Kontrolle von Kontakten und Bewegungsströmen in nie dagewesener Weise.

mehr
Türkei 08.05.2020

Geflüchtete iranische Journalisten akut bedroht

Reporter ohne Grenzen appelliert an die Türkei und an das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), die Umsiedlung geflüchteter iranischer Journalistinnen und Journalisten in sichere Drittstaaten zu beschleunigen. In der Türkei sind diese Medienschaffenden und ihre Familien akut von Repressalien iranischer Geheimdienste bedroht.

mehr
Taiwan 30.04.2020

WHO darf Journalisten nicht länger ausschließen

Reporter ohne Grenzen fordert die Weltgesundheitsorganisation auf, taiwanesische Journalistinnen und Journalisten nicht länger auszuschließen. Dieser Ausschluss verstößt gegen das universelle Recht auf Informationen und schwächt die internationalen Bemühungen, das Coronavirus zu bekämpfen.

mehr
Premierminister Frank Bainimarama
Corona-Ticker: Fidschi 29.04.2020

Pressefreiheit nicht weiter einschränken

Reporter ohne Grenzen kritisiert ein Editorial in der Zeitung Fiji Sun aufs Schärfste. Darin verteidigt ein regierungsfreundlicher Militärkommandant die Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Keine Behörde sollte sich dafür einsetzen, die Pressefreiheit in irgendeiner Weise einzuschränken.

mehr
Polizeibeamter bewacht, während des Lockdowns, abgesperrten Bereich in Dhaka.
Bangladesch 28.04.2020

Gewalt gegen Journalisten steigt

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Zunahme von Gewalt und Justizschikanen gegen Journalistinnen und Journalisten, die über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Bangladesch berichten. In den vergangenen Wochen wurden Medienschaffende wiederholt brutal angegriffen und verletzt, willkürlich festgenommen oder angeklagt.

mehr
Alle Meldungen