Russland | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Russland

Seit der Wahl Wladimir Putins im Jahr 2000 zum russischen Präsidenten hat der Kreml die landesweiten Fernsehsender weitgehend unter seine Kontrolle gebracht. Kritische Medien wie Radio Moskwy oder TV Doschd geraten regelmäßig unter Druck, Journalisten müssen mit Gewalt oder gezielten Anschlägen rechnen, die meist straffrei bleiben. Strenge Internetgesetze ermöglichen das schnelle und unbürokratische Sperren unliebsamer Webseiten. Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Sotschi weitete Russland die Internetüberwachung weiter aus. Blogs von Regierungskritikern werden zum Teil ganz gelöscht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 148 von 180
Russland 14.06.2018

Armutszeugnis für Fifa und Russland

Reporter ohne Grenzen kritisiert die Entwicklung im Fall Hajo Seppelt als Einschnitt in die WM-Geschichte. Berichten der ARD zufolge wird der Investigativjournalist aus Sicherheitsbedenken nicht zur WM nach Russland reisen. Bevor er dort von der Regierung zur unerwünschten Person ernannt wurde, war ihm zunächst sogar die Einreise verweigert worden.

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Russland 12.06.2018

Alternativer Ball zur Fußball-WM

Vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland bringt Reporter ohne Grenzen einen alternativen Fußball ins Spiel, der einen Blick hinter die Fassade ermöglicht. „Der Ball liegt jetzt bei der russischen Regierung. Sie hat sich als WM-Gastgeber dazu verpflichtet, die Pressefreiheit zu achten und muss zeigen, dass dies nicht nur hohle Worte sind“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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Russland 15.05.2018

Gute Nachricht für ARD-Sportreporter

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Aufhebung des Einreiseverbots für den ARD-Sportjournalisten Hajo Seppelt zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Die Entscheidung der russischen Behörden zeige, dass Druck wirke, sagte Geschäftsführer Christian Mihr. Allerdings: „Für die vielen russischen Journalisten, die unter ständigen Schikanen und Repressalien ihre Arbeit tun, ändert sich durch diese Einzelfallentscheidung gar nichts."

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Internetzensur in Russland

Vor zehn Jahren war das Internet in Russland noch relativ frei, heute jedoch ist die Meinungsfreiheit online enorm eingeschränkt. Dutzende Blogger und Nutzer sozialer Netzwerke werden jedes Jahr zu Gefängnisstrafen verurteilt – manche bloß, weil sie einen kritischen Kommentar geteilt haben. Der Spielraum für Blogger und Journalisten wird enger.
© Vitus Saloshanka
Länderbericht

Kreml auf allen Kanälen - Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt

Der Kreml nutzt das landesweite Fernsehen, um seine Macht zu sichern und mit der Kraft kontrollierter Bilder seine Sicht auf die Welt zu vermitteln.

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