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Saudi-Arabien

Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich, unabhängige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze ermöglichen lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote für kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kornprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verstärkt. Viele Medienschaffende sind willkürlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind. Verfolgt werden etwa Kritik an religiösen Würdenträgern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren oder Proteste. Bei „Gotteslästerung“ droht die Todesstrafe. Das Internet wird massiv überwacht und zensiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 172 von 180

Inhaftierte in Saudi-Arabien

Mindestens 30 Medienschaffende sind derzeit in Saudi-Arabien aus demselben Grund im Gefängnis, aus dem der Exil-Journalist Jamal Khashoggi ermordet wurde: weil sie die Herrscher des Königreichs kritisiert haben. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hier die Porträts und Kurzprofile aller Inhaftierten.

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Stadtansicht Riad
Saudi-Arabien 02.10.2019

#FreeThemAll: Samir al-Hilal

Seit mehr als 45 Monaten befindet sich der saudi-arabische Staatsbürger Samir al-Hilal bereits in Haft. Bis heute ist er nicht offiziell angeklagt worden, und der Grund für seine Verhaftung bleibt weiter unklar.

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Jamal Khashoggi
Saudi-Arabien 01.10.2019

Keine Normalisierung ohne Aufklärung

Zum Jahrestag des Mordes an Jamal Khashoggi fordert Reporter ohne Grenzen Saudi-Arabien auf, endlich eine vollständige Aufklärung dieses Verbrechens durch eine unabhängige internationale Untersuchung zuzulassen. Zugleich fordert ROG die bedingungslose Freilassung aller 30 in dem Land inhaftierten Medienschaffenden.

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Wadschdi al-Ghassaui
Saudi-Arabien 18.09.2019

#FreeThemAll: Wadschdi al-Ghassaui

Wadschdi al-Ghassaui wurde im August 2012 festgenommen und zwei Jahre später von einem Gericht wegen „Unruhestiftung“ und „Diffamierung des Staates und seiner Institutionen“ zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Er ist Moderator und Gründer des Fernsehsenders al-Fadschr.

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