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Saudi-Arabien

Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich, unabhängige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze ermöglichen lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote für kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kornprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verstärkt. Viele Medienschaffende sind willkürlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind. Verfolgt werden etwa Kritik an religiösen Würdenträgern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren oder Proteste. Bei „Gotteslästerung“ droht die Todesstrafe. Das Internet wird massiv überwacht und zensiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 170 von 180

Inhaftiert in Saudi-Arabien

Mehr als 30 Medienschaffende sind derzeit in Saudi-Arabien aus demselben Grund im Gefängnis, aus dem der Exil-Journalist Jamal Khashoggi ermordet wurde: weil sie kritisch über die Zustände in ihrem Land berichtet haben. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hier Porträts und Kurzprofile der Inhaftierten.

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© picture alliance / abaca / Balkis Press/ABACA

Gerechtigkeit für Jamal Khashoggi

Der saudi-arabische Exil-Journalist Jamal Khashoggi wurde 2018 im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul ermordet. Reporter ohne Grenzen setzt sich seitdem dafür ein, dieses Verbrechen zu untersuchen. Denn viele inzwischen bekanntgewordene Einzelheiten deuten auf eine womöglich von höchster Stelle angeordnete Tat hin.

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Eine Frau mit Kopftuch steht zwischen anderen Menschen und spricht in Mikrofone.
Saudi-Arabien / Türkei04.03.2021

Khashoggi-Prozess: Gericht lehnt CIA-Bericht ab

Im Khashoggi-Mordprozesses in der Türkei hat es das Gericht abgelehnt, den kürzlich veröffentlichten US-Geheimdienstbericht als Beweismittel zuzulassen, der Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed eine Schlüsselrolle zuschreibt. RSF beobachtet das Verfahren durchgehend vor Ort in Istanbul und war auch am dritten Prozesstag im Gerichtssaal vertreten.

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Mann mit Bart und Kopfbedeckung
Saudi-Arabien / Deutschland02.03.2021

RSF-Strafanzeige gegen Saudi-Arabiens Kronprinz

Reporter ohne Grenzen hat beim Generalbundesanwalt Strafanzeige gegen Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman erstattet. Wegen des Mordes an Jamal Khashoggi und der Inhaftierung von 34 Journalistinnen und Journalisten wirft RSF dem Kronprinzen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

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Auf einem Schild mit Bundesadler steht: Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Strafanzeige gegen Saudi-Arabiens Kronprinz02.03.2021

Fragen und Antworten zur Anzeige gegen MBS

Um welche Fälle geht es bei der Strafanzeige gegen Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und weitere Vertreter des Königreichs? Worauf stützt RSF die Vorwürfe? Warum wurde die Anzeige in Deutschland eingereicht? Was hofft RSF damit zu erreichen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Strafanzeige von Reporter ohne Grenzen.

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