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Saudi-Arabien

Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich, unabhängige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze ermöglichen lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote für kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kornprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verstärkt. Viele Medienschaffende sind willkürlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind. Verfolgt werden etwa Kritik an religiösen Würdenträgern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren oder Proteste. Bei „Gotteslästerung“ droht die Todesstrafe. Das Internet wird massiv überwacht und zensiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 172 von 180

Inhaftierte in Saudi-Arabien

Mehr als 30 Medienschaffende sind derzeit in Saudi-Arabien aus demselben Grund im Gefängnis, aus dem der Exil-Journalist Jamal Khashoggi ermordet wurde: weil sie die Herrscher des Königreichs kritisiert haben. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hier Porträts und Kurzprofile der Inhaftierten.

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Eine türkische Polizistin geht an einem Bild des Journalisten Jamal Khashoggi vorbei.
Türkei / Saudi-Arabien 25.03.2020

Anklagen in der Türkei wegen Khashoggi-Mord

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Anklagen in der Türkei gegen 20 Verdächtige wegen des Mordes an dem saudi-arabischen Exil-Journalisten Jamal Khashoggi. Ein Strafverfahren in der Türkei bietet die Chance, dass endlich Auftraggeber und politische Hintergründe dieses Verbrechens umfassend untersucht werden.

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Welttag gegen Internetzensur 12.03.2020

Uncensored Library: Computerspiel gegen Zensur

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Uncensored Library. Mithilfe einer virtuellen Bibliothek in dem weltweit populären Internet-Computerspiels Minecraft macht sie zensierte Artikel von Journalistinnen und Journalisten in deren Heimatländern zugänglich. Die Texte kommen aus Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam.

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Feinde des Internets 11.03.2020

Trolle und Firmen im Dienst repressiver Regime

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine Liste der 20 größten Feinde des Internets. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren.

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