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Saudi-Arabien

Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich, unabhängige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze ermöglichen lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote für kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kornprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verstärkt. Viele Medienschaffende sind willkürlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind. Verfolgt werden etwa Kritik an religiösen Würdenträgern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren oder Proteste. Bei „Gotteslästerung“ droht die Todesstrafe. Das Internet wird massiv überwacht und zensiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 172 von 180

Inhaftierte in Saudi-Arabien

Mehr als 30 Medienschaffende sind derzeit in Saudi-Arabien aus demselben Grund im Gefängnis, aus dem der Exil-Journalist Jamal Khashoggi ermordet wurde: weil sie die Herrscher des Königreichs kritisiert haben. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hier Porträts und Kurzprofile der Inhaftierten.

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Fünf Jahre nach Charlie Hebdo 07.01.2020

Schutz vor religiös motivierten Angriffen

Fünf Jahre nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 fordert Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit zwei Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen Regierungen sowie internationale Organisationen weltweit auf, Journalistinnen und Journalisten gegen Angriffe aufgrund von religiöser Intoleranz zu schützen.

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Jamal Khashoggi
Saudi-Arabien 23.12.2019

ROG kritisiert Todesurteile in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien sind fünf angebliche Verantwortliche des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi zum Tode verurteilt worden. „Wenn diese fünf Personen hingerichtet und für immer zum Schweigen gebracht werden, kommt möglicherweise niemals die Wahrheit ans Licht“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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Hatice Cengiz mit ROG-Geschäftsführer Christian Mihr
Saudi-Arabien / Deutschland 20.12.2019

Hatice Cengiz zu politischen Gesprächen in Berlin

Die Verlobte des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi, Hatice Cengiz, hat diese Woche wichtige deutsche Politikerinnen und Politiker aus erster Hand über den Stand der Ermittlungen informiert. Sie erinnerte zudem daran, dass es keine Normalität im Umgang mit Saudi-Arabien geben darf, solange das Königreich eine umfassende Aufklärung des Verbrechens behindert.

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