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Saudi-Arabien

Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich, unabhängige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze ermöglichen lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote für kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kornprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verstärkt. Viele Medienschaffende sind willkürlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind. Verfolgt werden etwa Kritik an religiösen Würdenträgern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren oder Proteste. Bei „Gotteslästerung“ droht die Todesstrafe. Das Internet wird massiv überwacht und zensiert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 170 von 180

Inhaftierte in Saudi-Arabien

Mehr als 30 Medienschaffende sind derzeit in Saudi-Arabien aus demselben Grund im Gefängnis, aus dem der Exil-Journalist Jamal Khashoggi ermordet wurde: weil sie die Herrscher des Königreichs kritisiert haben. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hier Porträts und Kurzprofile der Inhaftierten.

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Saudi-Arabien/Türkei04.07.2020

RSF beobachtet Prozessauftakt im Fall Khashoggi

Reporter ohne Grenzen hat den Prozessauftakt im Fall des ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi vor Ort verfolgt. Türkei-Repräsentant Erol Önderoglu nahm an der dreieinhalb Stunden dauernden Anhörung von acht Zeugen persönlich teil. Die 20 Angeklagten waren nicht anwesend.

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Saudi-Arabien/ Türkei02.07.2020

Gerechtigkeit für Jamal Khashoggi

Vor dem Prozessauftakt im Mordfall Jamal Khashoggi fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) Gerechtigkeit für den den saudi-arabischen Journalisten. Am Freitagmorgen (03.07.) beginnt in Istanbul das Verfahren gegen 20 Angeklagte in ihrer Abwesenheit.

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Saudi-Arabien18.05.2020

#FreeThemAll: Raif Badawi

In Saudi-Arabien befindet sich der Blogger Raif Badawi seit nunmehr fast acht Jahren in Haft. Badawi war im Juni 2012 verhaftet worden und ein Jahr später wegen „Beleidigung des Islam“ zu zehn Jahren Haft sowie 1000 Peitschenhieben verurteilt worden.

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